Crop-Faktor
auch als Formatfaktor oder Brennweitenverlängerungsfaktor bekannt, ist ein Verhältnis, das die Größe des Sensors einer Kamera im Vergleich zu einem Vollformat-Sensor (35mm) beschreibt. Dieser Faktor beeinflusst die effektive Brennweite und das Sichtfeld eines Objektivs. Hier ist eine detaillierte Erklärung:
- Definition: Der Crop-Faktor wird berechnet, indem die Diagonale eines Vollformat-Sensors (24mm x 36mm) durch die Diagonale des Kamerasensors geteilt wird. Zum Beispiel hat ein APS-C-Sensor einen Crop-Faktor von etwa 1,5 (Nikon) oder 1,6 (Canon), da er kleiner als ein Vollformat-Sensor ist.
- Einfluss auf die Brennweite: Ein Objektiv behält immer seine physikalische Brennweite, aber der kleinere Sensor schneidet einen Teil des Bildes ab, was den Eindruck einer längeren Brennweite erweckt. Zum Beispiel wirkt ein 50mm-Objektiv auf einer APS-C-Kamera mit einem Crop-Faktor von 1,5 wie ein 75mm-Objektiv auf einer Vollformat-Kamera (50mm x 1,5 = 75mm).
- Sichtfeld: Der Crop-Faktor verringert das Sichtfeld eines Objektivs. Ein Weitwinkelobjektiv wird weniger weitwinklig erscheinen, und ein Teleobjektiv scheint eine größere Vergrößerung zu bieten.
- Tiefe der Schärfe: Kameras mit kleineren Sensoren (höherer Crop-Faktor) haben tendenziell eine größere Schärfentiefe bei gleicher Blendenöffnung und Brennweite im Vergleich zu Vollformat-Kameras.
Hier ist eine Tabelle, die einige gängige Sensorgrößen und deren Crop-Faktoren zeigt:
Sensorgröße | Crop-Faktor |
Vollformat (35mm) | 1,0 |
APS-C (Canon) | 1,6 |
APS-C (Nikon, Sony) | 1,5 |
Mikro 4/3 | 2,0 |
1-Zoll-Sensor | 2,7 |
Der Crop-Faktor ist besonders wichtig, wenn du die Wahl der Objektive planst und die Auswirkungen auf die Komposition und Bildgestaltung berücksichtigen möchtest.